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Saisonarbeitskräfte

Die Saison 2019 steht vor der Tür, deshalb möchten wir Sie an die folgenden Punkte erinnern:

  • JEDE Saisonkraft muss zeitnah bei einem Sozialversicherungsträger angemeldet werden.

  • Für befristete Beschäftigungen muss ein schriftlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen und vor Aufnahme der Tätigkeit, von beiden Seiten, unterschrieben sein.

  • Der Status des kurzfristig gemeldeten Arbeitnehmers muss für jeden Beschäftigungszeitraum neu nachgewiesen werden. Sie sollten sich hierzu von jeder ausländischen Saisonkraft, bereits bei Beginn der Beschäftigung, den vollständig (!) ausgefüllten vierseitigen Fragebogen zur sv-rechtlichen Beurteilung vorlegen lassen.

  • Auch deutsche Saisonkräfte müssen den Status nachweisen!

  • Neben der sv-rechtlichen Abwicklung muss der Lohn für die Saisonkraft versteuert werden. Für die pauschale Versteuerung müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein, die häufig bereits durch die wiederkehrende Beschäftigung nicht mehr vorliegen. Kann die pauschale Versteuerung nicht in Anspruch genommen werden, muss der Arbeitnehmer die ELStAM-Daten oder die Bescheinigung für beschränkt steuerpflichtige Arbeitnehmer vorlegen. Andernfalls erfolgt die Versteuerung mit der negativen Steuerklasse VI.

26.02.2019


Risiko für Teilzeitbeschäftigte ohne geregelte Arbeitszeit – besonders Minijobs

Liegt keine schriftlich vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit fest, unterstellt das TzBfG ab 01.01.2019 eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden. Mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 € ergibt sich somit ein monatlicher Entgeltanspruch von ca. 799,53 €. Diesen Betrag kann nicht nur der Arbeitnehmer verlangen, sondern auch der SV-Prüfer für die Sozialversicherung unterstellten, wenn Sie keine vereinbarte Arbeitszeit nachweisen können.

Ohne schriftliche Festlegung im Arbeitsvertrag ist eine andere Vereinbarung der Arbeitszeit kaum nachweisbar. Deshalb empfehlen wir Ihnen dringend nicht nur bestehende schriftliche Verträge zu kontrollieren und anzupassen, sondern für ALLE Arbeitnehmer, die weniger als 20 Stunden wöchentlich tätig sind, einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu erstellen, indem die regelmäßige wtl. Mindestarbeitszeit festgelegt wird.“


26.02.2019


Kein automatischer Urlaubsverfall

Mit Urteil vom 19.02.2019 entschied das BAG, analog zum EuGH-Urteil vom 06.11.2018, dass der Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern nicht automatisch durch Zeitablauf verfällt. Voraussetzung hierfür sei, dass der Arbeitgeber zuvor den Arbeitnehmer „klar und rechtzeitig“ auffordere den Urlaub in Anspruch zu nehmen und den sonst drohenden Verfall informiere.

Nähere Informationen, sowie eine Formulierungshilfe, erhalten Sie beim WLAV.

26.02.2019


Fälligkeitstermine 2019

Die Beitragsnachweise müssen monatlich bereits um 0 Uhr des 5. letzten Bankarbeitstages elektronisch zur Verfügung stehen. Werden Beitragsnachweise erst im Laufe des 5. letzten Bankarbeitstages eingereicht, kann der notwendige Zeitrahmen für SEPA nicht mehr eingehalten werden und es entstehen trotz Einzugsermächtigung Säumniszuschläge.


Fälligkeit BN

Fälligkeit SV-Beitrag
(Wertstellung
Zahlung bei der Krankenkasse)

Jan

24

28

Feb

21

25

Mrz

22

26

Apr

23

25

Mai

23

27

Jun

24

25

Jul

24

28

Aug

26

26

Sep

23

25

Okt

23

27

Nov

25

26

Dez

18

22


aus Gleitzone wird Übergangsbereich

Ab 01.07.2019 erhöht sich die Grenze der bisherigen Gleitzonenregelung, so dass Beschäftigungen bis zu einem durchschnittlichen Entgelt von 1.300 € vom neuen sogenannten „Übergangsbereich“ profitieren. Für die Arbeitnehmer ermitteln sich die Beiträge zur Sozialversicherung von einem verminderten fiktiven Brutto. Um die Arbeitnehmer vor negativen Auswirkungen im Rentenalter zu schützen, werden Rentenpunkte jedoch von dem tatsächlichen Brutto gesammelt.

Übrigens: Die Arbeitgeberbeiträge verändern sich durch die Anwendung der Gleitzonenregelung nicht, sondern verbleiben bei 50% der allgemeinen Sätze.

02.01.2019


kurzfristige Beschäftigung:

Die befristete Ausweitung der Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung sollen nun auch ab 2019 bestehen bleiben. Nach dem aktuellen Gesetzesentwurf verbleibt es damit dabei, dass eine kurzfristige Beschäftigung dann vorliegt, wenn sie im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als 3 Monate oder 70 Arbeitstage befristet ist, nicht berufsmäßig und nicht im Rahmen einer Dauerbeschäftigung ausgeübt wird.

26.09.2018


voraussichtliche Werte 2019

Bereits mit dem Koalitionsvertrag wurden einige Änderungen ab 01.01.2019 geplant.

So soll wieder eine paritätische Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge erfolgen. Das bedeutet, dass voraussichtlich ab 2019 wieder Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte (inklusive Zusatzbeitrag) die Beiträge zur Krankenversicherung gezahlt werden.

Zusätzlich haben sich die Parteien im Koalitionsvertrag geeinigt, dass der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung ab 2019 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,7 % reduziert werden soll.

Inzwischen wurde auch ein voraussichtlicher Wert für den gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 € benannt. Ob die aktuellen Diskussionen zu einer weiteren Erhöhung des Mindestlohns über diesen Wert hinaus führen, bleibt abzuwarten.

28.05.2018


Minijob im Unternehmen und Privathaushalt

Häufig erreicht uns die Anfrage ob z. B. eine Reinigungskraft gleichzeitig im Privathaushalt und auch auf dem Betrieb tätig werden kann.

Da die Beschäftigung damit bei derselben natürlichen Person erfolgt, handelt es sich um ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis. Deshalb ist es nicht möglich für einen Teil der Stunden das „günstigere“ Haushaltsscheckverfahren und für einen anderen Teil der Stunden die allgemeinen Beiträge anzuwenden.

Die Minijobzentrale hat in ihrer „Nachgefragt-Reihe“ nun ebenfalls darauf hingewiesen und nochmals klargestellt, dass für die gesamten Arbeitsstunden die erhöhten allgemeinen Minijob-Beiträge des Betriebes gelten und NICHT das Haushaltsscheckverfahren.

09.08.2017


Reform des Mutterschutzes- zwingende Gefährdungsbeurteilung und Meldung bei der Bezirksregierung

Der Bundesrat hat den geplanten Neuregelungen des Mutterschutzgesetzes zugestimmt. Bestandteile des Gesetzes sind u. a. :

  • Verlängerung der Schutzfrist nach der Geburt auf 12 Wochen, wenn ein behindertes Kind geboren wird und die Mutter dies beantragt
  • Kündigungsschutz bei Fehlgeburten nach der 12. Woche
  • ausgeweitete Schutzmaßnahmen während der Schwangerschaft

Gleichzeitig wurde die zwingende Gefährdungsbeurteilung für JEDE schwangere Mitarbeiterin aufgenommen. Mit Bekanntwerden der Schwangerschaft hat jeder Arbeitgeber zu überprüfen ob Gefährdungen vorliegen, ggfs. eine Umbesetzung des Arbeitsplatzes möglich ist oder ggfs. ein individuelles Beschäftigungsverbot zu erteilen. Zusätzlich MUSS die Schwangerschaft der zuständigen Bezirksregierung gemeldet werden.

Unsere Kolleginnen/Kollegen im Lohnbüro sind Ihnen gerne hierbei behilflich.

09.08.2017


Saisonarbeitnehmer – Besonderheiten im Meldeverfahren ab 2018

In unserem Rundschreiben I/2017 haben wir Sie bereits auf die Problematik der nachwirkenden Beitragspflicht in der Krankenversicherung hingewiesen und gebeten, daran zu denken die Abreise von ausländischen, sozialversicherungspflichtigen Saisonkräften der Krankenkasse mitzuteilen.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wird zum 01.01.2018 ein neues Kennzeichen in den Sozialversicherungsmeldungen für „Saisonarbeitnehmer“ eingeführt. Das bedeutet, ab dem kommenden Jahr muss direkt mit der Anmeldung dieses Kennzeichen gemeldet werden, wenn die folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • auf bis zu 8 Monate befristete       UND
  • sozialversicherungspflichtige Beschäftigung des Arbeitnehmers.

Die Beschäftigung muss gleichzeitig aufgrund eines erhöhten Arbeitskräftebedarfs des Arbeitgebers erfolgen, der jahreszeitlich bedingt und jährlich wiederkehrend (*) erhöht ist.

Wird die Arbeitskraft unerwartet über 8 Monate beschäftigt, sind nach bisherigem Stand, die vorherigen Meldungen zu korrigieren.

(*) Bitte beachten Sie, dass mit dieser Angabe eine Lohnsteuerpauschalierung mit 25 % (Voraussetzung: keine wiederkehrende Tätigkeit) und 5 % (Voraussetzung: keine Fachkraft u. a. durch Wiederholung) nahezu ausgeschlossen ist!

09.08.2017


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